Allgemeine Informationen.
Die größte Gruppe Hilfesuchender sind Rom:nja aus dem ehemaligen Jugoslawien, die in der Regel ohne Pass bzw. ohne Visum eingereist sind. Oft sind es Menschen, die schon jahrzehntelang in Deutschland leben und nicht nur durch ihre Kriegs- und Fluchterlebnisse traumatisiert sind, sondern auch durch menschenunwürdige Existenzbedingungen hier vor Ort, verbunden mit der ständigen Angst vor einer polizeilichen Abschiebung in ein Land, dass sie nicht kennen und dessen Sprache sie nicht beherrschen. Viele von ihnen sind von einem Arbeits- und Reiseverbot betroffen.
Eine weitere Gruppe sind Familien, die schon lange in Deutschland leben und Aufenthalt haben oder auf ein Bleiberecht hoffen, deren Kinder in die Schule gehen, usw. Sie werden in der Beratung über ihre Rechte und Pflichten aufgeklärt mit dem Ziel, sich in Deutschland zu orientieren und sich „integrieren“ zu können. Dazu sind viele kleine Schritte notwendig, von sozialen, sozialrechtlichen oder aufenthaltsrechtlichen Fragen bis hin zur Arbeits- oder Wohnungssuche oder leider auch immer noch bei Fällen von Diskriminierung.
Die derzeitige Kölner Bleiberechtsregelung bietet vor allem für langzeitgeduldete Kölner Rom:nja verbesserte Perspektiven. Dennoch bleibt weiterhin viel zu tun, um möglichst große Teile einzubeziehen und die Bedingungen für ein Bleiberecht zu verbessern.